Bar Camp Thema: Können wir Organisationen neu erfinden? Und wenn ja, wie?

Uli Zens / CorporateCultureCamp

Uli Zens ist Inhaberin von modatio Unternehmensgestaltung. Sie hat 15 Jahre als Geschäftsführerin, Inhaberin und Ausbilderin in Hotelerie und Tourismus gearbeitet. Nach einem "Seitenwechsel" arbeitet Zens seit 16 Jahren als Beraterin und Moderatorin für mittelständische Unternehmen, Vereine und Verbände.

 

Zum Bar Camp Thema

Von vielen Unternehmen werden die Mitarbeiter/innen oft als „wichtigste Ressource“ bezeichnet. Aber was brauchen die Menschen, was brauchen wir, um mit Freude und Engagement an die tägliche Arbeit zu gehen? Dennis W. Bakke, ehemaliger Geschäftsführer und Gründer von AES sagt …„Je größer die individuelle Verantwortung, desto größer die Wahrscheinlichkeit für zunehmende Verbesserungen in der Betriebsführung“ und „Noch wichtiger aber ist es, dass die Arbeit Spaß macht.“ Ein Paradigmenwechsel in der Unternehmenskultur bietet die Möglichkeit, dass Menschen in der Organisation mit Freude und Engagement an ihre tägliche Arbeit gehen – und somit auch ökonomisch agieren.

 
Was braucht es, um von einer klassischen – oft auch hierarchisch – geprägten Organisation den Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen der Zukunft zu gehen? Nach einem kurzen Input möchte ich gerne mit Euch der Frage nachgehen: Können Organisationen sich neu erfinden? Und wenn ja, wie?
 
 

Interview

 

1) Was bedeutet der Konferenzclaim „Arbeitszeit ist Lebenszeit“ für Dein persönliches Leben?

Ich arbeite gerne und Arbeit ist ein Teil meines Lebens. Mir war und ist es immer wichtig, eine Arbeit zu haben, die ich gerne mache und hinter der ich stehe. Dabei ist auch das Umfeld wichtig. Der Ort und die Menschen, mit denen ich einen Teil meines Lebens verbringe. So habe ich an unterschiedlichen Orten , u.a. in der Türkei und Italien aber auch in verschiedenen Organisationen gearbeitet.
 

2) Dein Berufswunsch als Kind? In welchen Beruf  würdest Du heutzutage gern einmal hineinschauen (unabhängig von der Ausbildung / Möglichkeit)?

Oh, das ist schwierig. Ich habe nie daran gedacht, was ich mal mache, wenn ich "groß" bin. Eher wo ich leben wollte. Früher war Holland mein Favorit (als Kind fühlte ich mich da schon ernst genommen), später war mein Traum, in Italien zu leben. Was ich aber immer toll fand, Gastgeberin zu sein. Daran erinnerte ich mich, als ich mich nach meinem Studium für eine Ausbildung im Hotel entschied. Aber Bootsbauerin war auch eine Alternative. Damals war das aber noch ein totaler Männerberuf.
 
Und hereinschauen in einen anderen Beruf: Das scheint unbewusst mein Lebensmotto zu sein. Heute liebe ich es, durch meine Beratertätigkeit so viele Berufe kennen zu lernen.
 

3) Wie sorgst Du für Erholungs- oder Entspannungspausen an Deinem (Arbeits)Tag oder in anstrengenden Arbeitswochen?

Am liebsten gehe ich auf einen Berg. Da Hamburg mir die hohen Berge nicht bietet, sind es Spaziergänge an der Elbe. Außerdem fahre ich meistens zu meinen Terminen mit dem Rad, das entspannt auch.
 

4) welche Werte machen für Dich eine positive Unternehmenskultur aus?

Spaß - Kommunikation auf Augenhöhe - Fehler machen dürfen - Vertrauen - Blick nach vorne