Vortrag

Prof. Ursula Bertram / TU Dortmund

 

 

Prof. Ursula Bertram, TU Dortmund, ist Künstlerin und Professorin an der TU Dortmund. In den USA und Venezuela lehrte sie als Gastprofessorin. Ihr Forschungsschwerpunkt ist der Transfer künstlerischen Denkens in außerkünstlerische Felder wie Wirtschaft und Wissenschaft. Zusammen mit dem Büro für Innovationsforschung (BfI) gründete sie das bundesweite Modellprojekt Zentrum für Kunsttransfer mit der [ID] factory als Lehr- und Entwicklungsraum für non-lineares, künstlerisches Denken.

www.id-factory.de

 

Effizienz durch Umwege

Das Konzept der interdisziplinären Querdenkerfabrik [ID] factory an der TU Dortmund basiert auf Überlegungen, wie sich die künstlerische Innovationsfähigkeit für außerkünstlerische Felder vermitteln lässt. Die Kompetenz des non-linearen Denkens soll Nachwuchskräften von morgen ermöglichen mit Fragestellungen offen umzugehen und kreativ Probleme zu lösen. Die Zukunft unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems wird bestimmt werden durch die Fähigkeit zum Navigieren im offenen System. Kreativität entwickelt sich in physischen und gedanklichen Räumen, die einander ähneln. Es bedarf jeglicher Ausdehnungsmöglichkeit, zudem multipler ineinandergreifender, neuronaler Raumkonstellationen und veränderbarer beweglicher Grenzen. Effizienz braucht Umwege und neue Impulse. Erforderlich sind Orte der Konzentration und der Distanz, Freiräume für Zweifel, Gedankenmüll und non-lineare Prozesse, sowie Schutzräume für das Navigieren im fragilen, offenen System. Kreativität ist räumlich mindestens dreidimensional wie ein Würfel, dem man durch Schütteln noch weitere Dimensionen entlocken kann.

 

Interview

1) Was bedeutet der Konferenzclaim "Arbeitszeit ist Lebenszeit" für Dein persönliches Leben?

Ich unterscheide nicht zwischen Arbeitszeit und Lebenszeit. Meine Arbeit macht mich glücklich. Es ist gleichzeitig mein Leben.

 

2) Dein Berufswunsch als Kind? Und in welchen Beruf  würdest Du heutzutage gern einmal hineinschauen (unabhängig von der Ausbildung / Möglichkeit)?

Kranführer

 

3) Wie sorgst Du für Erholungs- oder Entspannungspausen an Deinem (Arbeits)Tag oder in anstrengenden Arbeitswochen?

Ich schaue in den Park meines französischen Ateliers auf die 200jährigen Bäume oder ich mache Notizen in mein Booklet, das ich immer bei mir trage.

 

4) welche Werte machen für Dich eine positive Unternehmenskultur aus?

Kompetenzentwicklung