Barcamp Thema: "Kreativität im Prozess - eine kindliche Ressource" 

Anna Sommer / Dipl. Psychologin, Mentorin der LichtwarkSchule

 

 

Das Bildungssystem legt besonders viel Wert auf Leistung, was oftmals leider auf Kosten der Kreativität passiert. Dort, wo Leistungsdruck herrscht und vorgegebene Antworten gefragt sind, verkümmert die Kreativität. In der LichtwarkSchule wird der kindlichen Ressource Kreativität, die wir alle in uns tragen, Raum zur Entfaltung geboten, damit die Kinder sie möglichst lange erhalten und nutzen können. In den Unternehmen ist diese Kreativität gefragt, aber oft nicht mehr leicht zu finden nach einer langen Schul- und Ausbildungslaufbahn der Mitarbeiter. In diesem Barcamp versuchen wir, uns künstlerisch auf die Spuren der uns innewohnenden Kreativität zu begeben, indem wir die Arbeitsweise der gemeinnützigen LichtwarkSchule -Wertevermittlung durch ästhetische Bildung“, ausprobieren.

 

 

 

Interview

 

 

(1) Was bedeutet der Konferenzclaim „Arbeitszeit ist Lebenszeit“ für Dein persönliches Leben?

 

Lebenszeit ist begrenzt und wird zum großen Teil mit Arbeitszeit gefüllt - deshalb sollte der Mensch aus meiner Sicht in seiner Arbeitszeit etwas tun, was er/sie selbst als sinnvoll empfindet und kreativen Spielraum im Sinne der jeweiligen Person lässt. Das versuche ich für mich umzusetzen. Dabei muss die Arbeit nicht immer (aber auch mal) Spaß machen und leicht von der Hand gehen, sollte aber hin und wieder ein Stück herausfordern. Ich denke, wenn man einen Sinn in dem sieht, was man tut und es einem die Möglichkeit zu persönlichem Wachstum bietet, dann tut man es, zumindest in Teilen, automatisch auch gern.

 

 

(2) Dein Berufswunsch als Kind? Und in welchen Beruf würdest Du heutzutage gern einmal hineinschauen (unabhängig von der Ausbildung / Möglichkeit)?

 

Zuerst Bäckerin, dann etwas, worin ich künstlerisch arbeiten kann und Psychologin. Berufe, in die ich gern einmal hineinschauen würde, gibt es viele, zum Beispiel Medizinerin, Reiseleiterin, Schauspielerin oder Ornithologin.

 

 

(3) Wie sorgst Du für Erholungs- oder Entspannungspausen an Deinem (Arbeits)Tag oder in anstrengenden Arbeitswochen?

 

Zeit für mich allein oder mit lieben Menschen ist Entspannungszeit, besonders, wenn ich sie in Ruhe in der Natur, gestalterisch oder in Bewegung verbringen kann.

 

 

(4) Welche Werte machen für Dich eine positive Unternehmenskultur aus?

 

Ich finde es wichtig, dass die Mitarbeiter in einem Unternehmen einen Sinn in dem finden können, was sie tun, sich ernstgenommen fühlen und für ihre Arbeit wertgeschätzt werden. Soziale Werte machen aus meiner Sicht einen großen Teil einer positiven Unternehmenskultur aus. Ein Unternehmen sollte zudem offen für kreative Ideen sein, positive Herausforderungen für seine Mitarbeiter bieten und diese in ihrer Entwicklung fördern.